Webdesign: Eigene Schriftarten verwenden
19.08.2010 (Kommentare: 0)
Wenn es darum geht, ein Corporate Design auch im Internet exakt herüberzubringen, setzt man gewöhnlich die Standardschriftart(en) des Unternehmens für Überschriften ein. Da man jedoch auf einer Webseite grundsätzlich nur weit verbreitete Schriftarten wie Arial, Verdana, Georgia usw. verwenden kann, muss man zu anderen Mitteln greifen.
Server- vs. Clientseitige Schriftgenerierung
Entweder man generiert die Bilder der Überschriften serverseitig z.B mit PHP, oder eben clientseitig mit JavaScript. Wir habe beide Methoden schon auf mehreren Seiten ausprobiert und komme nun zu folgendem Schluss:
JavaScript-basiertes, also Clientseitiges, "font replacement" ist viel komfortabler. Während man bei der serverseitigen Generierung immer eine auf das jeweilige CMS angepasste Methode einsetzen muss, funktioniert es mit JavaScript immer, überall und ohne Konfiguration der Applikation.
In Gesprächen mit anderen Agenturen kommt immer wieder das Thema Sicherheit ins Spiel: Viele eingesetzte Schriftarten sind nur kommerziell verfügbar und dürfen somit nicht an die Besucher einer Webseite gelangen.
Cufon
Abhilfe schafft hier Cufon. Cufon ist unserer Meinung nach die beste client-seitige Lösung in diesem Bereich. Die jeweiligen Schriftarten werden online in JavaScript generiert, verschlüsselt und auf die jeweilige Domain angepasst. Somit kann die generierte Datei nur auf der angegebenen Domain eingesetzt werden.
Die Implementierung
- Download der Javascript-Bibliothek
- Schriftgenerierung (Upload, Einstellungen tätigen, Generierung, Download)
- Einbinden der beiden Files
- Anwenden der Styles auf die jeweiligen CSS-Selektoren (Beschreibung in der Dokumentation)
Die Ausgabe ist hervorragend, gut formatiert und wird von allen gängigen Browsern (inkl. IE6) unterstützt. Ausserdem ist diese Methode auch sehr suchmaschinenfreundlich, da Google ja bekanntlich kein JavaScript unterstützt und somit die reinen Headline-Elemente indexieren kann.

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